Weihnachten 1980
Ausgabe:
28.11 1980
Nennwert in ATS
4.00
Sonderpostmarke
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| Die Kirche des ehemaligen Zisterzienserstiftes Viktring in Kärnten beherbergt im nordöstlichen Chorschlussfenster einen Glasgemäldezyklus, dessen Anbetungsszene als Motiv für die vorliegende Marke gewählt wurde. Die insgesamt drei Chorschlussfenster der Kirche wurden im ausgehenden 14. Jahrhundert mit Glasgemälden versehen, deren Originalbestand weitgehend erhalten ist. Im 14. Jahrhundert waren die Zisterzienser von ihren ursprünglichen strengen Regeln, die ihnen vollkommene Armut auferlegten, schon etwas abgewichen. Deshalb konnte auch bei der Klosterausstattung auf das Postulat der absoluten Bescheidenheit immer mehr verzichtet werden. So kam es auch zu den Glasmalereien im Zuge eines Umbaus in der Pfarrkirche Viktring. Während das mittlere Fenster dreibahnig ist, weisen die beiden flankierenden eine zweibahnige Vertikalgliederung auf. Die Horizontalgliederung in acht Zonen ist bei allen Fenstern gleich. Das südöstlichste Fenster zeigt in der unteren Zone zwei Wappenscheiben, die sechs darüber liegenden Zonen sind zweireihig mit Apostelfiguren gestaltet. Der mittlere Zyklus wird als "Stifterscheibe" bezeichnet und ist den Stiftern der Kirche gewidmet.
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